• 13.03.2018
  • 11:30 Uhr

Nach Klage von Rentnerin: Formulare bleiben „männlich“

Laut BGH haben Frauen kein Recht auf eine weibliche Ansprache in Formularen.

Die 80-jährige Klägerin blieb vor dem BGH erfolglos.

Bis vor den Bundesgerichtshof wanderte die Revisions-Klage einer Sparkassen-Kundin. Die 80-Jährige fühlte sich wegen der unweiblichen Formularsprache diskriminiert und wollte nicht weiter als „Kunde“ angesprochen werden.

Jetzt entschied das BGH: Frauen müssen in Formularen nicht in weiblicher Form angesprochen werden. Sparkassen dürfen ihre Kunden demnach weiterhin pauschal mit der männlichen Bezeichnung ansprechen. Die Anrede „Kunde“ für Frauen sei kein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht oder ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz.

Hätte die Saarländerin Marlies Krämer Recht bekommen, hätten über 800 Sparkassen-Formulare umgeschrieben werden müssen. Bereits vor der Urteilsverkündung hatte die Seniorin angekündigt, notfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof zu ziehen.

„Ich sehe das überhaupt nicht ein, dass ich als Frau totgeschwiegen werde“, so Marlies Krämer.

Schon in den Vorinstanzen war sie gescheitert. Das Amtsgericht Saarbrücken hatte ihre Klage abgewiesen, das Landgericht Saarbrücken hatte ihre Berufung zurückgewiesen.

© 2018 RTL II News | Alle Rechte vorbehalten.

Cookies erleichtern unter anderem die Bereitstellung unserer Dienste und helfen uns bei der Ausspielung von redaktionellen und werblichen Inhalten sowie der Analyse des Nutzerverhaltens. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos zum Datenschutz

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close