• 13.07.2017
  • 16:10 Uhr

Was ist mit Meng-Meng los?

Die Panda-Dame im Zoo Berlin zeigt merkwürdige Verhaltensauffälligkeiten.

Panda-Dame Meng Meng lebt seit drei Wochen im Berliner Zoo. Jetzt soll es ihr nicht gut gehen,

Gerade wurde Panda-Dame Meng Meng mit einer riesigen Naschtorte zu ihrem vierten Geburtstag überrascht – und jetzt verhält sich die neue, zuckersüße Bewohnerin im Zoo Berlin sehr merkwürdig. Zumindest sorgt sie mit ihrem seltsamen Laufverhalten im Moment für Rätsel – sie tapst nämlich rückwärts durch ihr Gehege. Das hat Verwunderung bei Pflegern und Besuchern zur Folge – und Empörung und Sorge bei Tierschützern.

Wie der Zoo Berlin mitteilte, habe Meng-Meng diese Marotte bereits in China gezeigt und hätte wohl einfach nur ein Problem damit, still zu stehen oder zu sitzen. Im Gegensatz zu ihrem Partner Jiao Quing ist sie auf jeden Fall um einiges abenteuerlustiger und wilder, klettert ständig auf Bäume und scheint auch sonst sehr munter zu sein.  „Diese Eigenart beeinträchtigt sie nicht in ihrem Wohlbefinden“, so Zoo-Direktor Andreas Knieriem. „Es besteht kein Grund zur Sorge. Meng-Meng geht es gut.“

Tierschützer vermuten allerdings, dass die Pandabärin an akutem Stress leidet und deswegen Verhaltensstörungen zeigt. „Meng Meng zeigt eine Laufstereotypie. Damit baut sie extremen Stress ab“ so zitiert die B.Z. Frank Albrecht von der Organisation Enzoo Deutschland. Allein der Transport von China nach Deutschland soll für enormen, seelischen Stress bei dem Tier gesorgt haben. Der riesige Besucheransturm würde da noch sein Übriges tun, so Albrecht.

Deutsche Experten des Leibnitz-Instituts für Zoo-und Wildtierforschung erarbeiten gerade mit chinesischen Kollegen und dem Zoo einen Plan, um den Grund für Meng-Mengs „Rückwärtsgang“ rauszufinden. Vielleicht kommt die Panda-Dame seelisch und körperlich einfach nicht zur Ruhe. Oder die Pubertät ist schuld, schließlich kann einen mit vier Jahren das Leben schon echt überfordern.

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