• 06.12.2017
  • 15:06 Uhr

DHL-Erpresser fordert Millionenbetrag in Bitcoins

Die Polizei tappt noch im Dunkeln.

In dieser DHL-Paketstation in Potsdam war eine Paketbombe aufgegeben worden.

Bei der Fahndung nach dem DHL-Erpresser geht die Polizei in Potsdam zurzeit mehr als 60 Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Von einer heißen Spur kann allerdings noch keine Rede sein. Die Hinweise drehen sich sowohl um die Packstation in Potsdam, wo ein Täter am Donnerstag die zweite Paketbombe deponierte, als auch generell um den Fall.

Etwas mehr Informationen gibt es aber offenbar zu den Forderungen des Erpresser. Wie die „Bild“ berichtet, will der Unbekannte Lösegeld in Höhe von 10 Millionen in der Kryptowährung Bitcoin. Die aktuell sehr gefragte Internetwährung ist fälschungssicher und praktisch nicht zurückzuverfolgen.

Mehr als 50 Mitarbeiter der Soko „Quer“ sind mit der Fahndung betraut. „Quer“ – in Anlehnung an QR-Codes. In der Paketbombe von Potsdam war ein Zettel mit einem QR-Code entdeckt worden, der die Forderung enthielt.

Am Freitag hatte eine selbstgebauter Sprengsatz am Potsdamer Weihnachtsmarkt einen Großalarm ausgelöst. Eine andere Paketbombe war schon einen Monat zuvor in Frankfurt (Oder) in Flammen aufgegangen. Die Polizei rät den Bürgern weiterhin zur Vorsicht, wenn sie unbekannte Pakete erhalten. Im Zweifel solle der Notruf angerufen werden.

  • 04.12.2017
  • 19:18 Uhr

DHL-Paketbombe entpuppt sich als Fehl-Alarm

Das verdächtige DHL-Paket an die Thüringer Staatskanzlei hat sich als Fehl-Alarm entpuppt. Nach Ermittlungen der Polizei befand sich kein explosiver Inhalt im Paket.

Etliche weitere Hinweise über den DHL-Erpresser sind heute bei der Polizei eingegangen. Bislang bleib eine heiße Spur jedoch aus.  Viele Bürger hatten verdächtige Pakete gemeldet, die sich aber alle als harmlos herausstellten. Die Sonderkommission, die nach der Auslieferung einer Paketbombe an eine Apotheke am Potsdamer Weihnachtsmarkt gebildet wurde, wurde inzwischen auf 50 Mitarbeiter aufgestockt.

 

 

  • 04.12.2017
  • 14:41 Uhr

Thüringen: Paket mit Wurfgranate abgegeben

Das explosive Paket wurde in der Staatskanzlei gefunden.

Betroffen seien wahrscheinlich eher kleine Unternehmen, so die Polizei.

Wieder wurde ein Paket mit gefährlichem Inhalt gefunden. An der Thüringer Staatskanzlei in Erfurt sind am Morgen Mitarbeiter auf ein Paket aufmerksam geworden, das anschließend von der Polizei sichergestellt wurde.

Nach einer ersten Untersuchung sprach die Polizei von einer möglichen Wurfgranate. Ob sie scharf sei, müssen weitere Untersuchungen ergeben.

Ob die Sendung mit der Paketbombe in Potsdam zu tun hat und möglicherweise von den selben Erpressern stammt, ist noch unklar. Das Paket wurde bereits am Freitag abgegeben aber lag bis heute in einem Regal.

 

  • 04.12.2017
  • 08:02 Uhr

DHL-Erpresser: Weitere Pakete betroffen?

Nach der Paketbombe aus Potsdam rät die Polizei zur Vorsicht.

Betroffen seien wahrscheinlich eher kleine Unternehmen, so die Polizei.

Nach dem Fund einer Paketbombe bei einer Apotheke in Potsdam, warnt die Polizei vor weiteren gefährlichen Paketen. Betroffen könnten demnach nicht nur kleine Unternehmen, sondern auch Privatpersonen sein. Die Sicherheitsbehörden halten weitere Sendungen für wahrscheinlich.

„Wenn Leuten etwas seltsam vorkommt, sollte unbedingt die Polizei gerufen werden“, so ein Polizeisprecher in der Nacht zum Montag laut DPA.

 

Hinweise auf betroffene Pakete

  • Kein Absender oder nicht eindeutig zuzuordnen
  • Rechtschreibfehler
  • Herausragende Drähte
  • Flecken und Verfärbungen am Paket

 

 

Mit dem Paket, das am Freitag in Potsdam gefunden wurde, sollte der Paketdienst DHL um einen Millionenbetrag erpresst werden. Darin befanden sich hunderte Nägel und ein Polenböller. Auch ein Erpresserschreiben, das mit einem QR-Code verschlüsselt war, lag im Paket. Nach der Sprengung durch die Polizei konnte die Nachricht rekonstruiert werden. Der oder die Täter drohen mit weiteren Taten.

Derzeit sucht die Polizei nach Zeugen, die am vergangenen Donnerstag gegen 7:00 Uhr an der Kantstraße Ecke Roseggerstraße verdächtige Beobachtungen in Potsdam gemacht haben. Hinweise können bei der Polizei unter 0331-505950 abgegeben werden.

Bislang gibt es noch keine Spuren zum Täter, die Ermittler gehen aber davon aus, dass der Täter oder die Tätergruppe aus der Region Brandenburg kommen.

Anfang November war laut Polizei ein ähnliches Paket an einen Online-Händler in Frankfurt (Oder) gesendet worden. Beim Öffnen war es in Brand geraten – das Erpresserschreiben wurde zerstört.

 

 

 

 

  • 03.12.2017
  • 16:10 Uhr

Erpresser stecken hinter Potsdamer Paketbombe

Sie fordern einen Millionenbetrag vom Versandriesen DHL und könnten noch mehr Pakete in Umlauf gebracht haben.

Es war ein Schock für Weihnachtsmarktbesucher und Budenbesitzer am Freitag in Potsdam. Plötzlich sperrte die Polizei einen Teil der Innenstadt ab, weil in einer Apotheke ganz in der Nähe ein Päckchen mit Drähten und einem sogenannten Polenböller entdeckt worden war. Jetzt kommt raus: Weder der Weihnachtsmarkt noch die Apotheke sind Ziel eines Anschlags gewesen. Die Täter hatten es vielmehr auf den Paketzusteller DHL abgesehen.

Laut Polizei, die am Nachmittag eine Pressekonferenz gab, lag dem Paket ein QR-Code bei. Dahinter versteckte sich ein Bekennerschreiben, in dem der Versandriese um einen Millionenbetrag erpresst wird.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es weitere solcher Paketbomben geben könnte. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit, wo das Paketaufkommen ohnehin größer ist als sonst. Die Post könnte an Firmen aber auch an Privatpersonen gehen. Eine ähnliche Lieferung war schon vor einiger Zeit in Frankfurt/Oder aufgetaucht. Und so warnt die Polizei heute:

 

 

Auch die Paketbombe vom Freitag war nach weiteren Untersuchungen von Sprengstoffexperten offenbar zündfähig und sehr gefährlich. Zunächst ging die Polizei noch von einer Attrappe aus. Die Dose mit den Drähten, Nägeln und dem Böller hätte Menschen nach neusten Erkenntnissen allerdings schwer verletzen können.

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