• 05.10.2017
  • 19:37 Uhr

Tote und Verletzte nach Orkan „Xavier“

Mindestens sieben Menschen kamen durch herunterfallende Äste oder umstürzende Bäume ums Leben.

Der erste richtige Herbststurm des Jahres hatte es gleich in sich. Orkan „Xavier“ richtete im Norden und Osten Deutschlands nicht nur schwere Schäden an, sondern riss auch mindestens sieben Menschen in den Tod.

  • Im Hamburger Stadtteil Horn stürzte ein Baum auf einen Kleinwagen und verletzte die 54-jährige Beifahrerin tödlich. Die 56-jährige Fahrerin des Wagens konnte schwer verletzt gerettet werden. Mindestens zehn weitere Menschen wurden bei dem Unwetter verletzt. Die Helfer mussten in der Hansestadt binnen zweier Stunden zu über 800 Unwetter-Einsätzen ausrücken.

 

 

  • In Mecklenburg-Vorpommern wurde ein Lastwagenfahrer auf der Bundesstraße 191 in Neu-Karstädt während der Fahrt von einem umstürzenden Baum erschlagen. Rettungskräfte konnten nichts mehr für ihr tun.
  • Allein in Brandenburg starben vier Menschen in ihren Autos. Bei Gransee im Landkreis Oberhavel (Brandenburg) flog ein Ast durch eine Windschutzscheibe und tötete einen Menschen.
  • Auch im Berliner Stadtteil Tegel starb eine Frau, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. Bei der Feuerwehr gingen innerhalb einer halben Stunde rund 50 Notrufe ein. Mehrere Menschen wurden verletzt.

 

 

Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns sowie die wichtigen Fernverkehrsstrecken Berlin-Hamburg sowie Berlin-Hannover ein. Bei mehreren Flughäfen war der Betrieb beeinträchtigt. Der öffentliche Nahverkehr in der Hauptstadt war zwischenzeitlich komplett lahmgelegt.

Flugreisende mussten ebenfalls Einschränkungen hinnehmen. Wegen des heftigen Sturms mussten im Norden etliche Verbindungen ausfallen. Der Flughafen Bremen meldete drei gestrichene Flüge von und nach Amsterdam sowie eine abgesagte Maschine aus Istanbul. Auch in Hannover fielen Verbindungen aus.

Die Berliner Flughäfen stellten vorübergehend die Abfertigung ein. Passagiere in gelandeten Maschinen mussten aus Sicherheitsgründen in den Flugzeugen bleiben, so ein Flughafensprecher.

Auch in Hannover und anderen Städten Niedersachsens rückten die Einsatzkräfte wegen verunglückter Autofahrer, umgestürzter Bäume und abgerissener Dachverkleidungen aus. In Sachsen-Anhalt stürzten Bäume in Stromleitungen.

 

  • 05.10.2017
  • 14:59 Uhr

Orkan „Xavier“: Bahn stellt Betrieb im Norden ein

In Hamburg wurde die Bevölkerung aufgefordert, wegen des Sturms nicht vor die Tür zu gehen.

Auch nach "Xavier" wird das Wetter in Deutschland am Wochenende nicht angenehmer.

Das Sturmtief Xavier ist über den Norden von Deutschland hinweggezogen und hat dort das öffentliche Leben ordentlich durcheinandergewirbelt.

Die Deutsche Bahn stellte den Zugverkehr in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen und auch den S-Bahnverkehr in Hamburg bis auf Weiteres ein. Auch auf der wichtigen Fernverkehrsstrecke Berlin-Hannover und Berlin-Hamburg verkehrt vorerst kein Zug.

 

 

Grund für diese drastische Maßnahme sind auf die Gleise oder in die Oberleitungen gewehte Bäume. Züge, die in der Region unterwegs waren, sollten den nächsten Bahnhof ansteuern.

In Hamburg wurde die Bevölkerung aufgefordert, wegen des Orkans nicht vor die Tür zu gehen. Die Feuerwehr Hamburg schrieb auf Twitter von vielen Dutzend Notrufen, die alle nahezu zeitgleich eingingen.

 

 

In Berlin wurden wegen „Xavier“ vorsichtshalber die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Marzahn geschlossen. Auch Zoo und Tierpark schlossen kurzfristig  ihre Pforten. „Elefanten, Zebras und Giraffen (…) ziehen sich sicherheitshalber in ihre Stallungen zurück“, hieß es.

 


Der Deutsche Wetterdienste warnte in Teilen von Nord- und Ostdeutschlands vor Orkanböen der Stufe drei. Vier ist die höchste Stufe. Experten empfahlen, am Nachmittag möglichst zuhause zu bleiben, im Freien drohe Gefahr durch entwurzelte Bäumen, herabstürzende Dachziegeln und Schäden an Gerüsten und Hochspannungsleitungen.

 

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