• 22.11.2017
  • 12:01 Uhr

Nagold: Müllwagenfahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Der 54-Jährige soll den Tod von fünf Menschen, darunter ein Säugling, verschuldet haben.

Der Müllwagen war laut Einschätzung eines Gutachters in einwandfreiem Zustand.

Am 11. August war im baden-württembergischen in Nagold ein 20 Tonnen schweres Müllfahrzeug beim Abbiegen auf das Auto einer Familie gekracht. Alle fünf Insassen kamen dabei ums Leben.

Gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher, einen 54-Jährigen, hat die Staatsanwaltschaft Tübingen nun Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Der Mann sei zu schnell in eine Kurve gefahren.

Wäre der Müllwagenfahrer beim zulässigen Tempo 30 abgebogen, hätte die Katastrophe verhindert werden können, so die Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte soll zu spät erkannt haben, dass er zu schnell in die Kurve fuhr. Sein Fahrzeug sei „vorhersehbar und vermeidbar außer Kontrolle“ geraten. Ein technisches Versagen schließt die Staatsanwaltschaft aus.

Der 54-Jährige hatte im Laufe des Ermittlungsverfahrens angebliche technische Mängel an seinem Fahrzeug ins Gespräch gebracht. Ein hinzugezogener Sachverständiger bescheinigte dem Wagen allerdings einwandfreie Bremsen und auch sonst keinerlei Mängel. Ein erster Verdacht, der Fahrer könne betrunken gewesen sein, erhärtete sich ebenfalls nicht.

Bei einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Das Landgericht muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

Bei dem Unfall waren damals die 25 Jahre alte Fahrerin, ihr Freund (22), die zweijährige Tochter und der nur wenige Wochen alte Sohn sowie die Schwester der Fahrerin (17) gestorben. Fahrer und Beifahrer des Müllwagens wurden leicht verletzt.

  • 11.08.2017
  • 17:03 Uhr

Müllwagen erschlägt Familie mit zwei Kindern

Das tonnenschwere Fahrzeug hatte aus noch ungeklärter Ursache beim Abbiegen beschleunigt.

Ein technischer Defekt könnte den folgenschweren Unfall verursacht haben.

Bei einem schweren Unfall mit einem Müllwagen sind in Nagold im Kreis Calw fünf Menschen ums Leben gekommen. Das 26 Tonnen schwere Fahrzeug war laut Polizei beim Abbiegen umgekippt und begrub den Unglückswagen unter sich.

Alle fünf Insassen verstarben noch an der Unfallstelle. Laut Polizei handelt es sich um eine Familie mit zwei Kindern, darunter auch ein Säugling.  Die Opfer stammen aus Singen im Kreis Konstanz. Bei dem fünften Todesopfer handelt es sich nach offiziellen Angaben um eine Jugendliche.

Möglicherweise habe ein technischer Defekt am Müllwagen zu dem Unfall geführt, so die Polizei Karlsruhe. Demnach hatte der Müllwagen aus zunächst unbekannter Ursache von einem Industriegebiet kommend beim Abbiegen beschleunigt.

Der Fahrer des Müllwagens und sein Beifahrer wurden nach ersten Erkenntnissen leicht verletzt. Der Fahrer erlitt einen Schock. Beide wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

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