• 10.10.2017
  • 09:15 Uhr

Kinderschänder „kein Unbekannter der Familie“

Die eigene Mutter hatte ihre Tochter auf den Fahndungsfotos erkannt.

Nach der aufsehenerregenden Fahndung mit den Fotos eines missbrauchten vierjährigen Mädchens konnten die Ermittler einen schnellen Erfolg erzielen. Der mutmaßliche Sextäter, ein 24-Jähriger, wurde im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch festgenommen.

Der Verdächtige sei „kein Unbekannter der Familie“ gewesen. Der Mann stamme aus dem persönlichen Umfeld des kleinen Kindes, sagte der Sprecher der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk. Nähere Angaben zu dem Mann wollen die Ermittler nicht machen.

Am gestrigen Abend teilte das BKA (Bundeskriminalamt) mit, die Fahndung sei beendet, Opfer und Täter seien identifiziert. Laut „Bild“ hatten sich Mutter und Tochter sowie Großeltern auf einer Polizeidienststelle gemeldet, um den Lebensgefährten der Mutter anzuzeigen.

Nach Angaben von Ungefuk handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen deutschen Staatsbürger. Das Mädchen sei von einem Polizeipsychologen untersucht worden und wieder in elterlicher Obhut, sagte er der „Bild“. Dem Kind gehe es den Umständen entsprechend gut.

Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, die Vierjährige zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht haben. Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs tauchten anschließend auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet auf.

Mit Bildern des Mädchens hatte das Bundeskriminalamt landesweit zur Fahndung aufgerufen. Das Social-Media-Team des BKA bat nun darum, Bilder des Kindes, die während der Fahndung online geteilt wurden, aus Gründen des Opferschutzes wieder zu löschen.

 

 

BKA-Fahndung im Fall des schweren sexuellen Missbrauchs eines unbekannten Kindes erfolgreich BEENDET.Dank Ihrer Hilfe…

Posted by Bundeskriminalamt on Montag, 9. Oktober 2017

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