• 14.06.2018
  • 12:15 Uhr

15-jährige Iulia: Mordfall aufgeklärt

Sie starb an sechs Stichen mit einem Küchenmesser.

Ingo Thiel, Leiter der Mordkommission, zitiert eine Freundin des Opfers: "„Wenn die tot ist, weiß ich, wer das gewesen ist.“

„Wir als Polizei und Staatsanwaltschaft sind erleichtert, Ihnen mitteilen zu können, dass der Mordfall aufgeklärt ist.“ Mit diesen Worten beginnt am Vormittag eine Pressekonferenz zur tödlichen Messerattacke in Viersen.

Die 15-jährige Iulia wurde am Dienstagmittag in einem Viersener Park von ihrem Ex-Freund ermordet – das bestätigte jetzt auch die Polizei. Da die Tat heimtückisch war (ihr Ex-Freund lauerte ihr auf), sei sie als Mord zu werten. Die Obduktion ergab, dass der Körper des Mädchens sechs Messerstiche aufwies, vier davon tödlich.

Wie Freunde schon in den vergangenen Tagen gegenüber Medien beschrieben hatten, hatte Iulia die Beziehung zu ihrem Ex-Freund beendet. Laut Ermittlungsstand soll das der Grund für den Mord gewesen sein. Matyu K. soll Freunden gegenüber schon vorher geäußert haben, Iulia zu töten, sollte sie einen neuen Freund haben. Die Behauptung von Iulias Freunden, Matyu K. habe seinem späteren Opfer eine Sprachnachricht mit einer konkreten Morddrohung gesendet, bestätigte die Polizei heute nicht.

Die gefundene Tatwaffe wurde bei der Polizei abgegeben. Es handele sich um ein handelsübliches Küchenmesser.

  • 13.06.2018
  • 17:20 Uhr

Viersen-Mord: Haftbefehl gegen Ex-Freund

Zur Tat äußert Matyu K. sich nicht.

In der Nähe des Tatorts stellen Menschen immer mehr Kerzen auf.

 

Ein 15 Jahre altes Mädchen wird in einem Park in Viersen erstochen. Dann geht alles sehr schnell: Nur einen Tag danach stellt sich der Ex-Freund des Mädchens. Am zweiten Tag danach muss er in Untersuchungshaft.

Der 17-jährige Bulgare sei dringend tatverdächtig, das Mädchen in dem Park am Montag verletzt und getötet zu haben, heißt es nach einer Anhörung vor dem Haftrichter am Nachmittag. Matyu K. kommt auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Mordverdacht in Untersuchungshaft. 

Bisher habe er sich nicht zur Tat geäußert. Am Donnerstag wollen Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Pressekonferenz weitere Details zu dem Fall bekanntgeben.

 

 

Immer wieder kommen seit Dienstag Menschen in den Park und trauern um das Mädchen. Sie stellen dutzende Kerzen an der Stelle auf, wo die 15-Jährige verletzt zusammengebrochen war. Am Freitag soll ein Trauerzug mit bis zu 100 Menschen durch die Stadt zu der Stelle im Park ziehen.

  • 12.06.2018
  • 15:13 Uhr

Viersener Messerattacke: 17-Jähriger stellt sich

Das Motiv des 17-Jährigen ist noch nicht bekannt. 

Nach dem tödlichen Messerangriff auf ein 15-jähriges Mädchen in Viersen hat sich ein 17-Jähriger gestellt. Er erschien in Begleitung seiner Rechtsanwältin auf einer Polizeiwache, teilte die Polizei mit.

Er wurde daraufhin festgenommen. Es soll sich dabei um den Ex-Freund des getöteten Mädchens handeln. Es soll inzwischen europaweit nach ihm gefahndet worden sein, der Druck wurde zu groß. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung war der Junge der Polizei wegen Gewaltdelikten, Drogenhandels, Diebstahls, Sachbeschädigung, und weiteren Vergehen bereits bekannt.

Bereits kurz nach der Tat am Montag wurde ein 25-Jähriger, der zuvor vor einer Polizeikontrolle geflüchtet war, festgenommen. Er hatte aber aus einem völlig anderen Grund Angst vor der Polizei und wurde wieder freigelassen.

Laut Freunden war das Mädchen aber nicht glücklich in der Beziehung. Ihr Ex-Freund soll ihr sogar schon per Sprachnachricht damit gedroht haben, sie zu erstechen. Sie wurde am Dienstagmittag im Viersener „Casinopark“ mit einem Messer schwer verletzt und starb kurz darauf im Krankenhaus.

  • 12.06.2018
  • 11:16 Uhr

Mädchen in Viersen erstochen: Tatverdächtiger freigelassen

Die Polizei ermittelt weiter zu den Hintergründen.

Die Eltern des getöteten Mädchens gehen an den Ort in einem Park und legen dort Gedenkkerzen nieder.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen in Viersen ist ein 25-jähriger Tatverdächtiger wieder frei. Der Tatverdacht habe sich nicht erhärtet, sagte eine Polizeisprecherin. „Der hatte aus einem völlig anderen Grund Angst vor der Kontrolle und ist deswegen laufen gegangen.“ Der Mann hatte sich nach seiner Flucht der Polizei bei einer Kontrolle gestellt. Weitere Details gab die Polizei zunächst nicht bekannt.

Das Mädchen wurde in einem Park niedergestochen. Ein unbeteiligter Mann versuchte nach eigenen Angaben noch, das blutüberströmte Mädchen zu retten. Die alarmierten Rettungskräfte brachten die 15-Jährige in ein Krankenhaus, wo sie wenig später starb.

Die Eltern stellten auf der Wiese, wo das Mädchen zusammenbrach, am späten Montagabend Gedenkkerzen auf. Nur wenige Stunden vor dem Tod des Mädchens hatte Ilja Hansen die Schreie des 15-jährigen Mädchens gehört, das wenig später blutüberströmt auf einem kleinen Rasenstück zusammengebrochen sei. „Ich habe die Wunden zugehalten“, beschrieb der Obdachlose die Szene. „Ich hätte mehr machen müssen“, sagt er.

 

Blutspritzer sind nach einem Angriff auf eine Frau am Tatort zu sehen.

Mehrere größere Kreise, mit grellgelber Farbe auf das Pflaster gesprüht, sind am Abend die einzigen Spuren der Bluttat vom Mittag. Blutspritzer zeichnen sich ab in den Kreisen. Es sind die Spuren einer Tat, die sich einreiht in die Schlagzeilen.

Als es Abend wird in Viersen, kommen zunehmend Menschen in den Park. Sie trauern, sie weinen, sie halten sich an den Händen. „Ich kann es immer noch nicht glauben“, sagt ein Mädchen. Sie sei bis vor einem Jahr mit der 15-Jährigen auf die Schule gegangen. Dann weint sie.

 

Ein Polizist sichert nach dem Messerangriff den Tatort.

Auch die Eltern der Toten sind am Tatort. Ilja Hansen zeigt ihnen den Ort, an dem das Mädchen auf der Wiese zusammenbrach, an dem er helfen wollte. Gedenkkerzen stellen sie auf, dann bricht die Mutter von Weinkrämpfen geschüttelt zusammen. Der Vater kniet neben ihr, er versucht sie zu stützen.

 

Polizisten der Spurensicherung stehen nahe des Tatortes.

Während viele mit ihren Tränen kämpfen an diesem beschaulichen Ort im Park, machen andere ihrem Zorn Luft. „Ich bin wütend, was hier alles rein kommt“, sagt eine Frau aus Viersen. „Die Jungen müssten alle wieder raus“, fordert sie – offenbar mit Blick auf die Hunderttausenden seit 2015 nach Deutschland eingereisten Migranten. Ihre Tochter begleitet sie. „Ich gehe abends nicht mehr raus“, sagt die 18-Jährige.

Ein älterer Mann mahnt zur Besonnenheit, während er seinen Dackel im Park ausführt. „Hier laufen viele Nationalitäten herum. Sie wissen nicht, was sie mit ihrer Zeit machen sollen, sie sitzen in irgendwelchen Heimen“, sagt er. Und fügt hinzu: „Wenn es überhaupt einer von denen war.“

  • 11.06.2018
  • 19:39 Uhr

Möglicher Viersen-Täter stellt sich: Opfer war erst 15

Das Mädchen wurde am Mittag in einem Park niedergestochen.

Die Polizei richtete noch am Mittag eine Mordkommission ein.

Nach dem tödlichen Messerangriff in einem Park in Viersen (NRW) hat sich ein Tatverdächtiger auf einer Polizeiwache gestellt. Der aus der Türkei stammende 25-Jährige war zuvor bei einer Polizeikontrolle geflüchtet, teilten die Ermittler am Montagabend mit.

Zudem kam heraus: Das Opfer der Tat war erst 15 Jahre alt. Es handelt es sich laut Polizei um ein Mädchen aus Viersen mit rumänischer Herkunft. Sie wurde am Mittag niedergestochen und starb kurz darauf im Krankenhaus. Die Polizei fahndete daraufhin mit Hochdruck großräumig nach einem möglichen Täter und bat die Bevölkerung um Mithilfe.

Der Tatverdächtige, der sich jetzt der Polizei gestellt hat, sei polizeilich bekannt und seine Tatbeteiligung wird derzeit geprüft.

NRW-Innenminister Herbert Reul zeigte sich bestürzt: „Es ist erschreckend, was heute Mittag in Viersen passiert ist“, sagte er am Abend. „Dass eine junge Frau in einem öffentlichen Park tödlich verletzt wurde, macht mich tief betroffen.“

 

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