• 16.03.2018
  • 14:37 Uhr

Mordserie in Hille: Tötete er drei Menschen aus Habgier?

Ex-Fremdenlegionär Jörg Volker W. ist "dringend tatverdächtig".

Einen Mord hat der 51-jährige Tatverdächtige bereits eingeräumt. Und die Ermittler sind sich auch weitgehend sicher, dass Jörg Volker W. auch für den gewaltsamen Tod  eines 71-Jährigen und eines 65-Jährigen verantwortlich ist.

Der Mann sei „dringend tatverdächtig“, auch die zwei seit Monaten vermissten Männer mit „erheblicher Gewaltanwendung“ getötet zu haben, teilten die Behörden mit.  Als Motiv vermuten die Ermittler Habgier. „Mögliche finanzielle Vorteile“ durch das Verschwinden der Männer stehen demnach im Fokus der Ermittlungen.

Der Ex-Fremdenlegionär sitzt noch immer in Bayern in Untersuchungshaft. Er soll aber für weitere Vernehmungen bis spätestens Montag nach Bielefeld überführt werden. Der Tatverdächtige ist strafrechtlich ein unbeschriebenes Blatt.

Das erste Opfer, ein 30 Jahre alter syrisch-türkisch-stämmiger Mann aus dem niedersächsischen Stadthagen, stand laut Polizei geschäftlich mit Jörg W. in Kontakt. Möglicherweise sollte der Mann als Handwerker bei Jörg W. tätig werden.

Die beiden anderen Männer sind laut Polizei dem Obduktionsergebnis zufolge wahrscheinlich ein 71 Jahre alter Nachbar, dessen Hof nur etwa 50 Meter vom Hof des Tatverdächtigen entfernt liegt und ein 65 Jahre alter Hilfsarbeiter, der bei Jörg Volker W. gearbeitet hatte.

Die Leichen der beiden Männer hatte die Polizei nach einer intensiven Suche mit vielen Beamten und Suchhunden am Mittwoch auf dem Grundstück von Jörg W. ausgegraben. Ein DNA-Abgleich soll kommende Woche allerletzte Gewissheit zur Identifizierung der beiden Opfer bringen.

  • 15.03.2018
  • 17:09 Uhr

Hat Jörg Volker W. drei Menschen ermordet?

Im ostwestfälischen Hille führte ein Mordfall zu zwei weiteren Toten.

Ermittler der Spurensicherung untersuchen einen Hof, auf dem die Leiche eines 30-Jährigen gefunden wurde.

Was kommt noch? Der Fall des 51-jährigen mutmaßlichen Mörders aus dem ostwestfälischen Hille nimmt immer drastischere Ausmaße an. Nachdem Jörg Volker W. bereits gestanden hat, den 30-jährigen Familienvater Fadi S. mit einem Hammer erschlagen zu haben, fanden Ermittler nahe des ersten Tatorts zwei weitere Leichen.

Der Leichnam von Fadi S.  war in einer Scheune auf dem Grundstück des 71-jährigen Nachbarn von Jörg Volker W. gefunden worden. Es stellte sich heraus, dass der mutmaßliche Täter und sein Opfer aus dem niedersächsischen Stadthagen eine Geschäftsbeziehung hatten. Beide sollen auch als Maurer gearbeitet haben.

Eben jener 71-Jährige Nachbar ist seit mindestens einem halben Jahr verschwunden. Und auch von einem 65-Jährigen, der auf dem Pferdehof des mutmaßlichen Mörders lebte und arbeitete, fehlt jede Spur. Am Mittwochabend entdeckten die Ermittler mit Hilfe von Spürhunden zwei vergrabene Leichen auf dem Grundstück von Jörg Volker W.. Klarheit zur Identität der Toten und die Todesursache soll eine Obduktion der beiden Leichen bringen.

„Da ist eine tiefe Betroffenheit in der Bevölkerung“

Die Polizei stellte daraufhin ihre Suchmaßnahmen vorübergehend ein. Sollte sich aber herausstellen, dass es sich bei den beiden gefundenen Leichen nicht um die zwei verschwundenen Männer aus Hille handelt, soll die Suche wieder aufgenommen werden, so eine Polizeisprecherin.

Aktuell befindet sich der 2-Meter-Mann noch immer in Bayern in Gewahrsam. Beamte der Bielefelder Mordkommission haben ihn dort in den vergangen Tagen verhört, hieß es von offizieller Seite. Dabei hatte der 51-Jährige den Mord an Fadi S. gestanden. Heute wollen die Ermittler Jörg Volker W. mit dem Fund der beiden am Mittwoch entdeckten Leichen konfrontieren. Die Beamten hoffen, dass der Mann sich auch dazu äußert.

Nach dem Fund von drei Leichen steht das ostwestfälischen Hille unter Schock. „Da ist eine tiefe Betroffenheit in der Bevölkerung“, sagte Bürgermeister Michael Schweiß. Dies sei in Gesprächen mit den Bürgern zu spüren. „Wir denken an die Angehörigen der Opfer, denen unser Mitgefühl gilt“, unterstrich er. Dass sich so eine Tat in der eigenen Gemeinde abgespielt habe, mache nachdenklich.

  • 14.03.2018
  • 18:55 Uhr

Nach Mord im ostwestfälischen Hille: Weitere Leiche gefunden

Volker W. gestand bereits, einen 30-Jährigen getötet zu haben. Ist das nur die Spitze des Eisberges?

Am Samstag hatten Spezialkräfte der bayerischen Polizei Volker W. in einem Hotel in Reit im Winkl geschnappt. Den Mord an einem 30-Jährigen aus Stadthagen (Niedersachsen) hat der 51-Jährige mittlerweile gestanden. Doch wie sich jetzt zeigt, könnten noch weitere Gewaltverbrechen auf das Konto von Volker W. gehen.

Heute suchte die Polizei mit Leichenspürhunden das Grundstück des Tatverdächtigen im nordrhein-westfälischen Hille ab und tatsächlich: Die Ermittler fanden eine weitere Leiche. Etwa einen Meter tief im Waldboden war eine Leichnam vergraben. Eine Obduktion soll nun die Identität klären.

Die Beamten hatten die Suchmaßnahme eingeleitet, weil zwei Senioren, die aus dem direkten Umfeld des Festgenommenen stammen, aktuell als vermisst gelten. Bei einem der Männer handelt es sich um den 71-jährigen Nachbarn von Volker W., auf dessen Grundstück die Leiche von Fadi S. gefunden worden war.

Außerdem wird ein 65-Jähriger aus Hille vermisst, der auf dem Grundstück des Tatverdächtigen gearbeitet haben soll. Die Familie dieses Mannes hatte zuletzt im Herbst Kontakt zu ihrem Angehörigen. „Diese Informationen haben wir aus dem Umfeld“, so eine Sprecherin der Polizei.

Volker W. hatte zuvor gestanden, den Familienvater Fadi S. auf einem Gehöft in Hille mit einem Hammer  erschlagen zu haben.

Warum der 51-Jährige, der zuvor noch nicht durch Gewaltdelikte auffällig geworden war, Fadi S. getötet hat, konnte noch nicht ganz geklärt werden. „Der mutmaßliche Täter und das Opfer standen in einer Geschäftsbeziehung zueinander“, sagte eine Polizeisprecherin.

  • 11.03.2018
  • 17:00 Uhr

Nach Leichenfund in Ostwestfalen: Jörg W. in Bayern geschnappt

Der Gesuchte wurde in einem Hotel kurz vor der österreichischen Grenze geschnappt.

Schneller Fahndungserfolg für die Polizei: Erst gestern hatte die Polizei Bielefeld in Absprache mit der Staatsanwaltschaft eine Öffentlichkeitsfahndung nach Volker W. eingeleitet. Heute wurde der 51-Jährige im bayerischen Reit im Winkl von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei festgenommen.

Der entscheidende Hinweis kam gestern Nachmittag: Ein Zeuge hatte den Mercedes-Kombi des Gesuchten nahe einer Polizeistation entdeckt. Im Zuge weiterer Ermittlungen konnte der Aufenthaltsort von Volker W. ermittelt werden. Der Zugriff erfolgte dann am späten Samstagabend in einem Hotel, W. ließ sich widerstandslos festnehmen.

Ein Richter am Amtsgericht Traunstein erließ heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld einen Haftbefehl wegen Mordes gegen den 51-Jährigen. W. ist dringend tatverdächtig, einen 30-Jährigen aus Stadthagen getötet zu haben. Die Leiche des Mannes war am Freitag in einer Scheune im ostwestfälischen Hille bei Minden gefunden worden.

  • 10.03.2018
  • 17:13 Uhr

Mutmaßlicher Mörder flüchtig – Polizei warnt

Wer Jörg W. begegnet, soll sofort die Polizei informieren.

Im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod eines 30-jährigen Stadthageners sucht die Polizei in Ostwestfalen öffentlich nach einem 51-Jährigen.

Jörg Volker W. ist dringend tatverdächtig, den 30-Jährigen getötet zu haben. Die Leiche des Mannes war gestern in einer Scheune in Hille bei Minden gefunden worden. Der knapp zwei Meter große und rund 90 Kilo schwere Wallberg ist vermutlich mit einem silbernen Daimler Benz E-Klasse Kombi (Kennzeichen MI-LA2210) unterwegs.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann aus Stadthagen Opfer eines Tötungsdelikts wurde. Eine Mordkommission ermittelt. In welchem Verhältnis die beiden Männer zueinander standen, ist nicht bekannt.

Beide Männer waren bei der Polizei als vermisst gemeldet worden. Nach dem 30-Jährigen war seit dem vergangenen Sonntag gesucht worden, der 51-Jährige aus Hille wird seit Montag vermisst. Die Polizei kam in ihren Ermittlungen zu dem Ergebnis, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden beider Männer gibt.

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