• 12.08.2017
  • 17:06 Uhr

Merkels Wahlkampf in Dortmund

Scharfe Kritik an den Autobossen der Diesel-Affäre und Lob für Entwicklung des Arbeitsmarktes.

Nur noch sechs Wochen bis zur Bundestagswahl und Angela Merkel rührt fleißig die Werbetrommel – dieses Mal in Dortmund. „Wir müssen werben, wir müssen kämpfen, wir müssen eintreten für unser Anliegen“ sagte die Kanzlerin. Bei einer öffentlichen Veranstaltung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) sprach die Bundeskanzlerin über das Programm der CDU.

Dabei kam sie auch auf das Thema Diesel-Affäre zu sprechen und kritisierte die Autobosse der Diesel-Affäre scharf: „Weite Teile der Automobilindustrie haben unglaubliches Vertrauen verspielt“. Dies müssen die Unternehmensführungen nun wieder herstellen. Ehrlichkeit gehöre zur sozialen Marktwirtschaft. „Da muss gehandelt werden.“

Den SPD-Vorstoß für eine europaweite Quote für Elektroautos wies sie zurück. Sie glaube nicht, dass die Quote schon genau durchdacht wäre. „Erstmal verhandeln wir dann wieder ewig in Europa, wie die Quote nun sein soll. Und anschließend: Was machen wir denn, wenn sie nicht eingehalten wird?“

In ihrer Rede hob Merkel außerdem die Erfolge ihrer Regierung auf dem Arbeitsmarkt hervor. Seit sie die Kanzlerschaft übernommen hat, habe sich die Arbeitslosigkeit halbiert. Im März seien es über fünf Millionen Arbeitslose gewesen. „Heute haben wir 44 Millionen Erwerbstätige in Deutschland. Das sind richtig tolle Zahlen.“ Erfolge seien demnach der Mindestlohn und Leiharbeit. „Der Mindestlohn hat vielen Menschen mehr Sicherheit gebracht“ betonte die Kanzlerin.

Auf einen Witz konnte sie dann auch nicht verzichten. Als sie von der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien und dem autonomen Fahren sprach, sagte sie: „Wer nicht so gut einparken kann, kann’s ja heute schon automatisch versuchen. Ich spreche da vor allem die Männer an.“

Bis zur Bundestagswahl am 24. September will Merkel rund 50 Wahlkampftermine wahrnehmen. Zurzeit liegt die Union in Umfragen mit knapp 40 Prozent deutlich vor der SPD. Die CDU wirbt mit dem Wahlkampf-Motto: Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben.

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