• 21.09.2017
  • 20:57 Uhr

Air Berlin-Löwenanteil für Lufthansa

Unter anderem soll der Ferienflieger "Niki" an die zweitgrößte Airline Europas gehen.

Die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin soll zu großen Teilen an die Lufthansa gehen. Darauf habe sich der Gläubiger-Ausschuss verständigt.

Weitere Teile gehen demnach an die britische Airline „EasyJet“, ein weiterer Teil wahrscheinlich an die Thomas Cook-Tochter Condor. Die Gespräche um die Zukunft von Airberlin gehen aber noch bis 12. Oktober weiter.

  • 13.09.2017
  • 10:11 Uhr

Air Berlin kränkelt weiter

Auch heute meldeten sich Piloten krank. Auch heute fallen Flüge aus.

Auch heute steht die insolvente Airline Air Berlin vor Problemen, denn auch am Mittwoch meldeten sich zahlreiche Piloten krank.

Es „liegen uns gegenwärtig 149 Krankmeldungen von Kapitänen und First Officers vor“, schrieben Vorstandschef Thomas Winkelmann und seine Kollegen Oliver Iffert und Martina Niemann in einem internen Brief an die Piloten.

Und das bedeutet: Erneut werden Flüge ausfallen. Bereits am Morgen mussten mehr als 30 Flüge gestrichen werden. Und nicht nur Air Berlin-Passagiere sind betroffen. Auch die Lufthansa-Tochter Eurowings musste zahlreiche Flüge absagen. Sie hatte 33 Flugzeuge inklusive Besatzung bei der insolventen Fluggesellschaft angemietet. Eurowings bemüht sich um Verstärkung aus der Lufthansa-Gruppe, doch durch die extrem kurzfristigen Krankmeldungen ist das allerdings nicht ganz so leicht, heißt es vom Unternehmen.

  • 12.09.2017
  • 15:36 Uhr

„Ein Tag, der die Existenz der Air Berlin bedroht“

Mehr als 200 krankgemeldete Piloten verschärften die Situation bei der Pleitelinie Air Berlin dramatisch.

Die insolvente Air Berlin befindet sich weiter im freien Fall. Eine vermeintliche „Piloten-Revolte“, so nannte es die „Bild“, brachte die insolvente Airline dem Abgrund ein Stückchen näher. Wegen Krankmeldungen zahlreicher Piloten wurden rund 100 der geplanten 750 Flüge gestrichen. Ein Unternehmenssprecher sprach von „außergewöhnlich vielen Krankmeldungen“.

„Der heutige Tag kostet uns mehrere Millionen Euro“, teilte Vorstandschef Thomas Winkelmann mit. Bisher seien die Beschäftigten professionell mit der schwierigen Situation umgegangen. „Das, was wir jedoch heute bei einem Teil der Belegschaft sehen, ist ein Spiel mit dem Feuer.“

In einer internen Mitteilung, die im Netz kursiert, heißt es: „Heute ist ein Tag, der die Existenz der Air Berlin bedroht.“ Für die Verhandlungen mit Interessenten über eine Übernahme von Teilen des Unternehmens seien die Ausfälle „pures Gift“, ebenso für das Ziel, dabei so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

 

 

Laut der „B.Z.“ verliert Air Berlin durch die Ausfälle vier bis fünf Millionen Euro. Hinzu kämen drei bis vier Millionen Euro Verlust, die die Fluggesellschaft ohnehin pro Tag schreibe.

Die Annullierung der Flüge führte vielerorts zu Chaos. In Düsseldorf bildete sich vor dem Air Berlin-Schalter nach Augenzeugenberichten eine etwa 30 Meter lange Schlange. Fluggäste versuchten umzubuchen, nachdem ihre Maschinen gestrichen worden waren. Unter anderem fielen Flüge zu Karibik-Zielen, aber auch auf der Nahstrecke nach Berlin, München und Zürich aus.

 

 

Für betroffene Passagiere schaltete die Air Berlin nach eigenen Angaben eine Hotline. Einziger Haken: Die Webseite, über die die Telefonnummern abrufbar sein sollen, ist zurzeit nicht erreichbar.  

  • 12.09.2017
  • 12:24 Uhr

Chaos bei Air Berlin: Piloten melden sich krank

Fluggäste der insolventen Airline sind erneut von Flugausfällen und Verspätungen betroffen.

Wegen rund 200 Krankmeldungen von Piloten hat Air Berlin heute Dutzende Flüge abgesagt. Eine so hohe Zahl von Krankmeldungen sei absolut unüblich, hieß es. Allein am Flughafen Berlin-Tegel fielen knapp 20 Flüge aus, etwa ebenso viele waren es am Flughafen Düsseldorf. Insgesamt wurden bisher rund 100 der geplanten 750 Flüge gestrichen.

 

 

Die „Bild“ berichtet in diesem Zusammenhang über eine „Piloten-Revolte“. Grund dafür soll eine Auseinandersetzung über den Übergang von Piloten der insolventen Airline auf den potenziellen neuen Käufer sein. In einer internen Mitteilung der Air Berlin, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, wählte Oliver Iffert, der den Flugbetrieb steuert, deutliche Worte: „Heute ist ein Tag, der die Existenz der Air Berlin bedroht.“ Für die Verhandlungen mit Interessenten über eine Übernahme von Teilen des Unternehmens seien die Ausfälle „pures Gift“, ebenso für das Ziel, dabei so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) befürchtet, dass der Langstreckenbetrieb der Air Berlin komplett eingestellt werden könnte. VC-Präsident Ilja Schulz sagte der „Rheinischen Post“, es bestehe die Sorge, dass mit einer „enormen Preiserhöhung die Langstrecke so unattraktiv gemacht werden soll, dass sie noch vor der Übernahme eingestampft werden kann“. Hintergrund könnte demnach sein, dass man insbesondere die gut bezahlten Langstreckenpiloten loswerden wolle, bevor es zu einer Übergabe von Betriebsteilen komme.

Erst am Montag hatte Air Berlin bekanntgegeben, ihr Karibik-Flugprogramm ab Düsseldorf zum 25. September einzustellen. Flüge auf die Niederländischen Antillen, nach Cancún in Mexiko, Havanna und Varadero in Kuba sowie in die Dominikanische Republik entfielen damit. Hintergrund sei die im Insolvenzverfahren nötige Reduzierung der Langstreckenflotte.

 

 

Die verlustreiche Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, nachdem der arabische Großaktionär Etihad die Zahlungen an die Berliner eingestellt hatte. Noch bis zum 15. September können Kaufangebote für die Fluggesellschaft abgegeben werden.

  • 15.08.2017
  • 14:35 Uhr

Air Berlin meldet Insolvenz an

Der Flugbetrieb werde aber fortgeführt, teilte die Fluggesellschaft mit.

Jetzt also doch: Die Fluggesellschaft Air Berlin hat Insolvenzantrag gestellt. Hauptaktionär Etihad hatte zuvor angekündigt, keine weitere finanzielle Unterstützung mehr zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund wurde beim zuständigen Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ein Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt.

Wie die dpa unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, blieb Etihad eine vereinbarte Kredittranche in Höhe von 50 Millionen Euro schuldig. Am Freitagabend habe Etihad dann mitgeteilt, Air Berlin künftig nicht mehr zu unterstützen, hieß es. Die 50 Millionen Euro wären Teil eines Darlehens über 350 Millionen Euro gewesen, das der Etihad Air Berlin Ende April zugesagt hatte.

Um den Flugbetrieb aufrechtzuerhalten unterstützt die Bundesregierung Air Berlin mit einem Übergangskredit in Höhe von 150 Millionen Euro. „Der Flugbetrieb von Air Berlin kann in vollem Umfang fortgeführt werden. Eine Einstellung des Flugbetriebs wird so vermieden“, hieß es in einem Statement.

„Es werden Verhandlungen mit Lufthansa und weiteren Beteiligten zur Veräußerung von Betriebsteilen geführt“, teilte Air Berlin mit. Dadurch böte sich nach Angaben von Lufthansa auch die Möglichkeit zur Einstellung von Personal.“Lufthansa beabsichtigt, diese Verhandlungen zu einem schnellen und positiven Ergebnis zu führen.“

 

Die wichtigsten Informationen für Passagiere:

  • Alle Flüge der Air Berlin und NIKI behalten ihre Gültigkeit
  • Die Flugpläne behalten ihre Gültigkeit
  • Gebuchte Tickets behalten ebenfalls ihre Gültigkeit
  • Alle Flüge sind weiterhin buchbar

 

Air Berlin fliegt seit Jahren Defizite ein, 2016 lag der Verlust bei 780 Millionen Euro. Die Lage verschärfte sich Ende März mit der Umstellung auf den Sommerflugplan. Flugausfälle und Verspätungen häuften sich danach.

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