• 16.04.2018
  • 18:59 Uhr

Chico wurde eingeschläfert

Zwei Wochen nach der tödlichen Beißattacke musste der Staffordshire-Terrier-Mischling jetzt doch sterben.

Hatte ein schwieriges Hundeleben: Kampfhund Chico.

Ein Expertenteam aus Vertretern der Stadt Hannover, der Tiermedizinischen Hochschule, des Tierheims und des Landwirtschaftsministeriums hatten sich nach einer Untersuchung am Mittag zu dieser letzten Maßnahme entschlossen. Bei der Untersuchung stellten Tierärzte fest, dass Chico zwei kaputte Fangzähne und eine offene Verbindung zur Nasenhöhle hatte. Um das zu beheben, hätte er mehrfach operiert werden müssen. Möglicherweise war auch diese schmerzhafte Erkrankung der Auslöser für Chicos Fehlverhalten. Er hatte seine 52-jährige Halterin und deren Sohn vor knapp zwei Wochen mit Bissen tödlich verletzt.

Noch in der Narkose wurde Chico eingeschläfert

Zuletzt wollte  die Stadt prüfen, ob Chico in einer Spezialeinrichtung hätte untergebracht werden könnte. Das hatte das Tierheim vorgeschlagen, das den Mischling nach der tödlichen Beißattacke aufgenommen hatte.

Warum durfte Chico nicht in der Spezialeinrichtung weiterleben?

Auch in einer Spezialeinrichtung hätte der Hund isoliert untergebracht werden müssen. Da er nie sozialisiert wurde – weder mit Menschen, noch mit anderen Hunden – hätte er allein gehalten werden müssen. Aufgrund seiner hohen Aggressivität wären auch Menschen als Sozialpartner nicht mehr infrage gekommen, sagte ein Sprecher der Stadt Hannover.

Die Stadt war wegen Chico bereits stark unter Druck geraten. Das Veterinäramt hatte schon 2011 Hinweise auf die Aggressivität des Hundes und eine falsche Haltung erhalten. Die Stadt  griff daraufhin aber nicht durch. Deswegen ermittelt inzwischen auch die Staatsanwaltschaft Hannover wegen fahrlässiger Tötung. Chico soll über Jahre in einem Zwinger in einer kleinen Wohnung gehalten worden sein.

Seitdem eine Einschläferung des Hundes im Raum stand, gab es besonders im Netz heftigen Protest. Rund 290.000 Menschen hatten eine Onlinepetition dagegen unterschrieben.

  • 09.04.2018
  • 07:05 Uhr

Nach Beißattacke: Chico könnte am Leben bleiben

Ursprünglich wollte die Stadt Hannover den Hund einschläfern.

Hund "Chico" wird vorerst nicht eingeschläfert.

Nach der tödlichen Hundeattacke auf zwei Menschen prüft die Stadt Hannover, ob der Staffordshire-Terrier-Mischling Chico in eine Spezialeinrichtung kommt.

Das Tierheim, in dem Chico derzeit untergebracht ist, habe vorgeschlagen, den Hund in einer speziell gesicherten besonderen Einrichtung für auffällig gewordene Tiere unterzubringen, teilte die Stadt Hannover am Sonntag mit. Die spezielle Einrichtung befinde sich außerhalb Niedersachsens. Ob diese Alternative gewährleisten kann, dass der Hund keinem Menschen mehr Schaden zufügt, werde geprüft.

Mit dem Tierheim solle erörtert werden, wie es mit Chico weitergeht, erklärte Stadtsprecher Udo Möller. Der Hund bleibe bis zu einer Entscheidung im Tierheim. Tierschützer hatten in einer Petition dazu aufgerufen, den Hund nicht zu töten. „Bitte lasst Chico leben! Er hatte nie ein gutes Hundeleben!“, hieß es online in einem Aufruf.

Chico hatte am vergangenen Dienstag seine 52 Jahre alte Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn totgebissen. Die Stadt Hannover räumte am Freitag ein, dass der Hund den Behörden bereits 2011 aufgefallen sei. Eine angeordnete Begutachtung sei damals unterblieben. Nach jetzigen Erkenntnissen hätte diese zu einem Haltungsverbot geführt. Über die genauen Umstände für dieses Versäumnis und mögliche Konsequenzen will die Stadt heute informieren.

  • 07.04.2018
  • 15:23 Uhr

Befreiungsversuch für Kampfhund Chico

Unbekannte wollten den Kampfhund vor dem Einschläfern retten.

Kampfhund Chico soll nach Todesbissen eingeschläfert werden.

Das Todesurteil für Kampfhund Chico, der am Dienstag seine Besitzer totgebissen hatte, konnten einige Tierschützer offenbar nicht akzeptieren. Am Tierheim in Hannover-Langenhagen wurden Einbruchsspuren gefunden. Offenbar sollte Chico befreit werden.

Der Einbruchsversuch wurde am Samstagmorgen von Mitarbeitern des Tierheims entdeckt. Offenbar kletterten Unbekannte über einen Zaun und versuchten, die Tür zum Außengehege aufzustemmen. Dort befindet sich auch der Zwinger von Chico.

Der Hund hatte am Dienstag seine 52-jährige Halterin Lezime K. und ihren Sohn Liridon tödlich verletzt. Die Verhaltensstörung des Hundes könnte durch nicht artgerechte Haltung hervorgerufen worden sein. Er soll in einem Zwinger in der Wohnung gelebt haben, für sein Geschäft durfte er lediglich auf den Balkon.

Seit Freitag steht fest: Chico wird eingeschläfert.

Gleichzeitig kam raus: Der Hund war den Behörden in Hannover entgegen erster Behauptungen doch bekannt. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll er bereits im Jahr 2011 von einer Betreuerin der Familie dem Veterinäramt gemeldet worden sein. Sie soll bei dem Hund ein hochaggressives Verhalten beobachtet haben. Warum die Stadt Hannover Chico trotzdem weder begutachtet, noch als „gefährlichen Hund“ eingestuft hatte, ist unklar.

 

 

Das Todesurteil für Chico bewegt Tierfreunde in ganz Deutschland. Auf Twitter und Instagram beklagen sich Hundefreunde unter dem Hashtag #freechico, dass der Kampfhund nichts für sein Verhalten kann.

 

 

Tierheim-Geschäftsführer Heiko Schwarzfeld sagte der „Bild“: „Wir erhielten Hunderte Angebote von Leuten, die ihn nehmen wollen“.

  • 06.04.2018
  • 18:07 Uhr

Nach Todesbiss: „Chico“ wird eingeschläfert

Der Staffordshire Terrier hatte zwei Menschen getötet.

Nach dem tödlichen Angriff auf seine 52-jährige Besitzerin und ihren 27-jährigen Sohn, wird der Staffordshire-Terrier „Chico“ eingeschläfert. Das bestätigte ein Sprecher heute in Hannover.

„Nachdem das Obduktionsergebnis nun bekannt ist, steht fest: Der Hund wird definitiv zeitnah eingeschläfert“, so Udo Möller.

Zuvor hatte die Obduktion der Opfer ergeben, dass die Bissverletzungen ursächlich für den Tod waren. Warum der Hund zugebissen hatte, ist noch unklar.

„Chico“ war angemeldet und nicht durch frühere Angriffe bekannt. Deshalb hatte ihn die Stadt Hannover auch nicht als gefährlichen Hund eingestuft.

  • 05.04.2018
  • 19:42 Uhr

So schützt ihr euch bei Hundeangriffen

Hier gibt's Tipps von einer Hundeausbilderin.

Gleich mal vorneweg: In Panik muss hier niemand verfallen. Auch wenn die tödlichen Hundebissen in Groß-Buchholz bei Hannover gerade viele schockieren. Das Statistische Bundesamt zählt jährlich etwa 3,5 Todesopfer nach Angriffen durch Hunde. Die Zahl ist also eher klein.

Wenn trotzdem mal einer zubeißt, haben wir hier Tipps für euch, direkt von der Polizeihundeschule in Duisburg. Wichtig als erstes: Den Hund anschreien, meint Hundeausbilderin Andrea Stanek: „Das nimmt dem Hund ein wenig den Trieb raus.“

Außerdem wichtig: Niemals wegrennen, denn so weckt man den Jagdtrieb des Hundes. Stattdessen stehenbleiben und versuchen ihn zu ignorieren, so verliert er das Interesse.

Lässt der Hund trotzdem nicht ab, hilft laut Ausbilderin nur noch: „Draufhauen, Finger in die Nase oder in die Augen stecken. Es ist leider Gottes so, man muss eben darauf hoffen, dass der Besitzer kommt.“

In dem Fall jetzt, als Staffordshire-Terrier Chico seinen 27-jährigen Halter und dessen 52-jährige Mutter totgebissen hat, half wohl alles nichts.

Aber es kommt auch immer mehr ans Licht, wie überfordert die Familie anscheinend mit dem Hund war. Mehr über den Fall erfahrt ihr im Video.

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