• 16.04.2018
  • 16:54 Uhr

Polizei räumt Ekel-Haus in Berlin

Die Beamten mussten Schutzanzüge tragen.

Der Berliner Bezirk Mitte hat ein verwahrlostes Haus im Stadtteil Wedding räumen lassen. Die anrückenden Polizisten trugen weiße Schutzanzüge. Eine Vorsichtsmaßnahme aufgrund der katastrophalen hygienischen Zustände. Zudem soll es viele Ratten in dem Objekt geben.

 

Kameruner Straße im Stadtteil Wedding: Die Behörden hatten das Haus schon länger auf dem Radar.

 

Die Räumung sei „als Maßnahme der Gefahrenabwehr“ und insbesondere zum Gesundheitsschutz der Bewohner zwingend erforderlich, erklärte der zuständige Bezirksstadtrat. Das Haus gilt nun als unbewohnbar, der Eigentümer muss das so akzeptieren.

Die Mieter dürften das Haus nicht weiter nutzen. Eine Stunde nach Erteilung des Räumungsbefehls trafen Mitarbeiter der Stadt 42 Menschen in der Immobilie an. Die Betroffenen kommen vorübergehend bei Angehörigen und Bekannten unter.

 

 

Überwiegend soll es sich um Erwachsene handeln. Ihre Personalien werden von den Behörden geprüft. Nach der Räumung erfolgt eine „Bestandsaufnahme“ im Inneren des Hauses.

 

 

Das Gebäude war in der Vergangenheit immer wieder wegen prekärer Zustände in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem gab es zuletzt keine Versorgung mit Wasser. Im Hof sammelte sich unkontrolliert der Müll. Teils fehlten Fenster, in den Fluren lag Kot herum. Die Motive des Eigentümers sind noch unklar. Entweder habe er die Situation bewusst toleriert und davon vielleicht auch noch finanziell profitiert, mutmaßt die Bezirksverwaltung. Oder er sei einfach überfordert.

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