• 09.08.2018
  • 08:55 Uhr

Immer mehr Kindergeld fließt ins Ausland

Städte warnen vor Betrug.

Mehrere Hundert Millionen Euro Kindergeld zahlt der deutsche Staat inzwischen an Empfänger aus dem EU-Ausland, Tendenz stark steigend. Oberbürgermeister schlagen Alarm und sprechen von einer  massiven Zunahme einer gezielten Migration in das deutsche Sozialsystem.

„Die Bundesregierung verschläft dieses Problem, sie muss endlich was dagegen tun, dass es Armutsflüchtlinge in Europa gibt“, sagte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) der dpa.

Sören Link sprach von kriminellen Schleppern, die gezielt Menschen aus dem Ausland nach Duisburg bringen würden, ihnen eine Wohnung verschafften, damit sie einen Wohnsitz zum Bezug des Kindergeldes hätten. Link sieht kriminelle Energie und viel Betrug durch gefälschte Dokumente am Werk, oft wisse man gar nicht, ob die gemeldeten Kinder überhaupt existierten.

Die Bundesregierung verweist auf EU-Vorgaben, will aber Zahlungen kürzen. Allein 2017 wurden 343 Millionen Euro an Kindergeld auf Konten im Ausland überwiesen. Wobei auch deutsche Empfänger Konten im Ausland haben können.

„Im Juni 2018 wurde für 268 336 Kinder, die außerhalb von Deutschland in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum leben, Kindergeld gezahlt“, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Eine Zunahme um 10,4 Prozent

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