• 15.04.2018
  • 18:26 Uhr

Brauchen wir einen Hundeführerschein?

Innerhalb weniger Wochen werden drei Menschen in der eigenen Wohnung von ihren Hunden totgebissen. Liegt es an Kampfhund-Genen? Nein, sagen Fachleute. Viele Menschen hätten einfach keine Ahnung von Hunden.

Der Staffordshire-Terrier-Mischling „Chico“ hat zwei Menschen in Hannover totgebissen. Dieselbe Rasse steckt dem ersten Anschein nach auch in „Kowu“, der den kleinen Jannis im hessischen Odenwald getötet hat.

Staffordshire-Bullterrier ist eine von vier Rassen, die auf allen Listen gefährlicher Hunde steht, vorausgesetzt die Bundesländer haben – wie Hessen – überhaupt eine. Könnte ein Verbot der „Kampfhund-Rassen“ tödliche Attacken verhindern? Nein, sagen Fachleute und fordern stattdessen einen bundesweit verbindlichen „Hundeführerschein“.

Manche Leute kauften die Tiere nach Aussehen, Rasse oder Farbe – manchmal mit drei Klicks im Internet. „Wir setzen auch keinen ans Steuer, der nicht Auto fahren kann“, sagt die hessische Landestierschutzbeauftragte Madeleine Martin. Es liege einzig und allein am Halter und dem Verhältnis Halter-Hund. So mancher glaube, sein Hund lächle ihn an, wenn er knurrt…

  • 12.04.2018
  • 10:01 Uhr

Obduktionsergebnis: ein einziger Hund-Biss tötete Baby Jannis

Der Hundbiss traf eine besonders verletzliche Stelle am Kopf.

Der sieben Monate alte Jannis aus Hessen ist durch einen einzigen Biss des Mischlingshundes getötet worden. Das hat jetzt die Obduktion ergeben. Das Tier habe die Fontanelle des Kindes aus Bad König im Odenwald getroffen, sagte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann am Donnerstag in Darmstadt. Die Fontanelle ist eine bei Babys noch vorhandene Lücke auf dem Kopf zwischen den Schädelknochen, die besonders empfindlich ist.  Bei dem Biss sei eine Arterie verletzt worden. Das Kind sei in der Folge verblutet.

Das Baby war nach dem Biss des fünf Jahre alten Rüden am Montag in einer Spezialklinik in Mannheim gestorben. Die 23 und 27 Jahre alten Eltern haben sich bislang nicht zu dem tödlichen Vorfall geäußert. Die in der Wohnung sichergestellten Spuren müssen nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch ausgewertet werden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung, hält aber weiterhin auch einen tragischen Unfall für möglich.

Bevor mit Tests zum Wesen des Hundes begonnen werden könne, müsse dieser „mindestens noch eine Woche runterkommen“, hatte Oberstaatsanwalt Hartmann am Mittwoch gesagt. Außerdem werde noch der genaue Rassen-Mix des Hundes geprüft. Mit Ergebnissen sei erst in einigen Wochen zu rechnen. Nach einem ersten Eindruck der Polizei könnte der Hund ein Staffordshire-Mix sein.

Zur Liste der gefährlichen Hunde gehört in Hessen auch der Staffordshire-Terrier. Als Kampfhund registriert war er bei der Stadt nicht.

  • 10.04.2018
  • 17:26 Uhr

Fahrlässige Tötung? Kampfhund tötet Baby

Der Hund biss dem Baby in den Kopf.

Was ist passiert?

Ein sieben Monate alter Junge aus dem südhessischen Bad König ist nach einem Biss des Familienhundes gestorben. Das Tier biss dem Baby Jannis am Montag in der Wohnung aus zunächst ungeklärter Ursache in den Kopf. Das teilte die Polizei und Staatsanwaltschaft heute mit. Der 23 Jahre alte Vater hatte den Angaben zufolge sofort die Rettungskräfte verständigt, die den kleinen Jungen in eine Klinik brachten. Zunächst war der Zustand des Säuglings stabil, am späten Abend starb er jedoch. Der Vater und die 27 Jahre alte Mutter des Babys stünden unter Schock. Die Polizei sicherte am Dienstagvormittag Spuren vor Ort.

Fahrlässige Tötung oder Unfall?

Das ist noch nicht klar. Die Staatsanwaltschaft geht auch dem Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung  nach. Einen tragischen Unfall schließen die Ermittler aber ebenfalls weiterhin nicht aus.

Wann weiß man genau über die Todesursache Bescheid?

Das tote Baby wird am Mittwoch obduziert – Ergebnisse wird es nicht vor Mittwoch Nachmittag geben.

Was ist mit dem Hund?

Noch ist unklar, was mit ihm passieren wird. Die Ermittler beschreiben den Hund als sehr aggressiv. Sie glauben, dass es ein Staffordshire-Mix war, laut Tierheim soll es sich aber um einen Boxer-Mischling handeln.  Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht, dort ist er in einem Zwinger mit Maulkorb untergebracht, soll sich aber etwas beruhigt haben.  Zur Liste der gefährlichen Hunde gehört auch der Staffordshire-Terrier. Der Hund sei aber nicht als Kampfhund in der Gemeinde registriert gewesen. Die Familie sei im Ort unbekannt. Sie wohnen noch nicht so lange in der Gemeinde.

Erst Anfang April hatte in Hannover ein Kampfhund – ein Staffordshire-Terrier – eine 53-jährige Mutter und ihren 27-jährigen Sohn in einer Wohnung totgebissen.

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