• 20.06.2017
  • 12:47 Uhr

Tödlicher Unfall: Raser war 50 km/h zu schnell

Nach dem Tod eines Fußgängers sitzt der mutmaßliche 28-jährige Unfallfahrer in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wertet das als Mord, wie ihr im Video erfahrt!

Bei dem tödlichen illegalen Autorennen in Mönchengladbach soll einer der Teilnehmer mit mindestens 90 Stundenkilometern gerast sein. Erlaubt war an der Stelle, an der der Fahrer einen Fußgänger erfasste, nur Tempo 40, teilte der Leiter der Ermittlungskommission heute mit.

Der tödliche Unfall entfacht erneut die politische Debatte um eine Strafverschärfung für illegale Straßenrennen. „Das sind keine Bagatellen, das muss härter geahndet werden“, sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) der „Rheinischen Post“. „Angesichts der Entwicklung auf unseren Straßen halte ich es für vernünftig, dass wir rasch gesetzlich reagieren.“ Ende März waren erstmals in Deutschland zwei Raser nach einem illegalem Rennen mit tödlichem Ausgang des Mordes schuldig gesprochen worden. Das Landgericht Berlin verhängte lebenslange Haftstrafen.

  • 19.06.2017
  • 18:03 Uhr

Ermittler nach Autorennen: Es war Mord

Nach dem tödlichen Autorennen in Mönchengladbach wurden insgesamt drei Verdächtige festgenommen.

Ein Polizist untersucht das Autowrack an der Unfallstelle in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen).

Das illegale Autorennen in Mönchengladbach am späten Freitagabend hatte einen 38-jährigen Fußgänger das Leben gekostet. Die Ermittler in dem Fall sprechen jetzt von Mord.

Neben dem 28-jährigen Unfallfahrer hat die Polizei inzwischen noch zwei weitere Raser festgenommen, die an dem Rennen beteiligt sein sollen. Einen 22-Jährigen und einen 25-Jährigen. Ob gegen die Männer Haftbefehl beantragt wird, werde jetzt geprüft, teilte die Polizei mit.

  • 17.06.2017
  • 16:14 Uhr

Fußgänger bei illegalem Autorennen ums Leben gekommen

Ein Fahrer ist wieder auf freiem Fuß. Nach dem zweiten wird gefahndet.

Es ist schon wieder passiert…Bei einem illegalen Autorennen in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) am Freitagabend wurde ein 38 Jahre alter Fußgänger getötet. Zwei junge Männer fuhren in ihren Autos von einem Fastfood-Restaurant los, als plötzlich einer der Fahrer auf einer vierspurigen Straße zum Überholen des anderen Wagens einsetzte. Dafür steuerte er auf die Gegenfahrbahn rüber – neben ihm sein Bruder auf dem Beifahrersitz.

Als beide Autos unter einer Fußgängerbrücke durchfuhren, erwischte der überholende Wagen mit voller Wucht einen 38-Jährigen Fußgänger. Die Geschwindigkeit des Wagens soll sehr hoch gewesen sein, so dass der Mann ein paar Meter durch die Luft geschleudert wurde. Die Wiederbelebungsmaßnahmen der Rettungskräfte scheiterten, noch am Unfallort erlag er seinen Verletzungen.

Der 28-Jährige Verursacher des tödlichen Unfalls stellte sich der Polizei, gab aber an, angeblich nur mit 60 – 70 Stundenkilometern gefahren zu sein. Erlaubt sind auf der Straße aus Lärmschutzgründen aber nur 40 Stundenkilometer.

Inzwischen ist er wieder auf freiem Fuß, sein Vater holte ihn aus dem Polizeigewahrsam ab. Der zweite Teilnehmer des Autorennens flüchtete in seinem Auto, einem silbernen Seat, stadtauswärts. Die Polizei fahndet jetzt nach ihm. Der Wagen soll ein Mönchengladbacher Kennzeichen und eine Anhängerkupplung haben.

Falls ihr Hinweise habt, meldet euch bei der Polizei unter der Tel. 02161-290.

Erst im Februar letzten Jahres kam ein 69-Jähriger ums Leben, weil sich zwei Männer ein illegales Autorennen auf dem Berliner Kurfürstendamm geliefert hatten. Das Landgericht Berlin fällte daraufhin Anfang dieses Jahres ein spektakuläres Urteil, dass es so vorher nie gab. Die beiden Täter wurden zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Anwälte der Verurteilten legten Revision ein.

Politiker fordern bereits seit Jahren höhere Strafen für Raser. Seit Anfang Juni verhandelt der Bundesgerichtshof über einen tödlichen Raserunfall in Köln, bei dem eine junge Studentin auf ihrem Fahrrad ums Leben kam. Die beiden Männer waren wegen fahrlässiger Tötung zu Bewährungsstrafen verurteilt worden.

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