• 13.10.2017
  • 07:50 Uhr

14-Jährige vergewaltigt und in Kälte gelegt

Für dieses Verbrechen müssen sich die Täter erneut vor Gericht verantworten.

Eine Statue der Justitia, die Göttin der Gerechtigkeit, mit einer Waage in ihrer Hand.

Eine Gruppe junger Männer missbraucht im Februar 2016 eine betrunkene 14-Jährige vor laufender Kamera und legt die Bewusstlose bei eisiger Kälte in einen Hamburger Hinterhof: Dafür wird ihnen ab Januar erneut der Prozess gemacht. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) findet das bisherige Urteil zu milde.

Das Landgericht Hamburg hatte die fünf Angeklagten im Herbst 2016 zu Haftstrafen verurteilt – vier jedoch auf Bewährung. Freunde und Verwandte der angeklagten Jugendlichen hatten noch im Gerichtssaal gejubelt. Nur der einzige erwachsene Angeklagte, ein damals 21-Jähriger, erhielt eine Freiheitsstrafe von vier Jahren. Der Fall kam schließlich vor den BGH in Leipzig. Der entschied, dass der Prozess neu aufgerollt werden muss.

Die Richter werden zu prüfen haben, ob die beschuldigten vier jungen Männer und eine junge Frau, die die Tat filmte, sich durch die Videoaufnahmen jugendpornografisches Material beschafft haben.

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