• 13.01.2018
  • 18:32 Uhr

Kind für Sex verkauft: Lebensgefährte vorbestraft

Haben die Behörden bei dem Fall versagt?

Im Fall eines jahrelang sexuell missbrauchten Jungen aus dem Breisgau ist unklar, warum das Martyrium des Neunjährigen nicht schon früher beendet werden konnte. Denn das Jugendamt hatte die Familie im Blick – und das seit Jahren!

Der Lebensgefährte der Mutter hätte jedenfalls gar keinen Umgang mit dem Jungen haben dürfen. Der 39-Jährige ist laut Ermittlern einschlägig vorbestraft, lebte aber dennoch mit der 47-Jährigen und dem Kind zusammen. Laut „Stuttgarter Nachrichten“ war der Mann wegen des vielfachen Missbrauchs von Minderjährigen zu einer Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Nach der fast vollständigen Verbüßung sei er im Februar 2014 entlassen und unter Führungsaufsicht gestellt worden. Dazu gehörte auch, keinen näheren Kontakt zu Minderjährigen zu haben.

Die Frau soll den heute Neunjährigen seit 2015 im Internet angeboten haben – gegen mehrere Tausend Euro für Sexspiele. Neben ihr und ihrem Partner sitzen mittlerweile sechs verdächtige Männer im Alter zwischen 32 bis 49 Jahren in Untersuchungshaft, die sich an dem Kind vergangen haben sollen. Gegen einen der Verdächtigen wurde bereits Anklage erhoben. Das sagte heute Oberstaatsanwalt Michael Mächtel. Nun müsse das Landgericht Freiburg entscheiden, ob es zum Prozess komme. Um wen es sich bei dem Angeklagten handelt, wollte Mächtel nicht sagen. Die Anklage laute auf schweren sexuellen Missbrauch von Kindern und Vergewaltigung.

Jugendamt Breisgau-Hochschwarzwald bereits zuvor in der Kritik

Im Januar 2015 war der drei Jahre alte Alessio in Lenzkirch im Schwarzwald von seinem Stiefvater zu Tode geprügelt worden. Die Behörde soll Warnungen ignoriert und Alessio nicht ausreichend geschützt haben. Der zuständige Sachbearbeiter im Jugendamt musste eine Geldstrafe zahlen.

  • 12.01.2018
  • 18:29 Uhr

Jugendamt betreute vergewaltigten Jungen seit Jahren

Die eigene Mutter bietet ihren Jungen im Internet an - wer zahlt, darf das Kind für seine Sexfantasien missbrauchen.

SYMBOLBILD

Wie eine Ware soll ein kleiner Junge von seiner Mutter im Internet angeboten worden sein: für perverse Spiele, für jeden, der zahlt. Immer wieder reisen pädophile Männer in den Raum Freiburg. Was sie dem Neunjährigen seit 2015 angetan haben sollen, macht selbst erfahrene Ermittler sprachlos. Schier endlos müssen dem Opfer seine Qualen vorgekommen sein. Niemand hilft zunächst, niemand will das Leid des Schülers mitbekommen haben. Erst nach einem anonymen Hinweis kann das Martyrium des Jungen beendet werden.

Wie jetzt bekannt wird, hat das zuständige Jugendamt bereits vor Bekanntwerden der Vorwürfe Kontakt zur Familie gehabt. Als die Polizei dem Jugendamt im vergangenen März von einer möglichen sexuellen Gefährdung des Kindes berichtet habe, sei es aus seiner Familie genommen worden, sagte der Sprecher des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Matthias Fetterer. Das zuständige Familiengericht habe den Schüler aber wieder nach Hause geschickt – warum, wisse er nicht. Erst im September 2017 sei er endgültig aus seiner Familie geholt worden, nachdem die Polizei erneut auf den möglichen sexuellen Missbrauch des Kindes verwiesen habe.

Auch als kleiner Junge wurde er schon vom Jugendamt betreut. „Dabei ging es um Hilfen zur Förderung der persönlichen Entwicklung des Kindes.“ Im Zentrum des Falls stehen die 47 Jahre alte Mutter des Jungen sowie ihr 39 Jahre alter Lebensgefährte. Beide lebten bei Freiburg. Sie sollen das den Neunjährigen seit 2015 gemeinsam sexuell misshandelt und anderen Männern gegen Geld angeboten haben. Gezahlt wurden demnach jeweils mehrere Tausend Euro. Acht Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

  • 12.01.2018
  • 17:56 Uhr

Mehrere tausend Euro für Missbrauch bezahlt

Eine Mutter aus Freiburg soll ihr Kind Männern für Vergewaltigungen überlassen haben.

Symbolbild

Nach mutmaßlichen Vergewaltigungen eines heute Neunjährigen und der Festnahme von acht Verdächtigen prüft die Polizei mögliche Verbindungen zu anderen Taten. Hierfür werten die Ermittler beschlagnahmte Filme und Datenträger aus, sagte eine Sprecherin der Polizei Freiburg.

Die Beschuldigten sollen für den Missbrauch jeweils mehrere Tausend Euro bezahlt haben, sagt Oberstaatsanwalt Michael Mächtel. Das genaue Motiv ist noch unklar, aber „es waren natürlich auch finanzielle Interessen“, berichtet Mächtel bei „Spiegel Online“.

Im Zentrum der Ermittlungen stehen die 47 Jahre alte Mutter des Jungen sowie ihr 39 Jahre alter Lebensgefährte. Beide lebten mit dem Kind bei Freiburg. Sie sollen es gemeinsam sexuell misshandelt sowie anderen Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen haben. Acht Verdächtige sind in Untersuchungshaft.

Der Junge sei von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Tatorten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt worden. Die Taten sollen sich von 2015 bis Herbst 2017 ereignet haben. Inzwischen befindet er sich in staatlicher Obhut.

  • 12.01.2018
  • 11:56 Uhr

Eigenes Kind an Vergewaltiger verkauft

Ermittler untersuchen weiter Details zu dem grausigen Fall.

Nach dem mehrfachen sexuellen Missbrauch eines Neunjährigen in Baden-Württemberg haben Polizeibeamte in mehreren europäischen Ländern acht Verdächtige festgenommen. Im Zentrum der Ermittlungen stehen die 47-jährige Mutter des Jungen sowie ihr 39 Jahre alter Freund. Beide Tatverdächtige, die in der Nähe von Freiburg leben, sitzen bereits seit Mitte September in Untersuchungshaft. Das Landeskriminalamt Baden Württemberg sprach vom „schwerwiegendsten Fall des sexuellen Missbrauchs von Kindern, der je bearbeitet wurde“.

Die Ermittlungen waren nach einem anonymen Hinweis aufgenommen worden. Besonders schockierend: Mutter und Freund sollen das Kind nicht nur selbst gewaltsam missbraucht haben, sondern den Jungen gegen Geld auch anderen Männern für sexuelle Handlungen überlassen haben – die Handlungen reichen zurück bis 2015. Der Junge befindet sich mittlerweile in staatlicher Obhut.

Die Behörden rechnen mit langwierigen Ermittlungen. Details der Taten müssten untersucht werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg. Zudem werde noch umfangreich sichergestelltes Beweismaterial ausgewertet.

Tötungsfantasien und Fesselutensilien 

Im Zuge der Ermittlungen konnten LKA-Fahnder noch im September 2017 einen 40-Jährigen aus dem Raum Freiburg festnehmen. Dieser sitzt aktuell genauso in Untersuchungshaft wie ein 49 Jahre alter im Elsass stationierter Bundeswehrsoldat, ein 32-jähriger Spanier und ein 37 Jahre alter Schweizer.

Desweiteren sitzen noch zwei Männer (32 und 43 Jahre alt) aus Schleswig-Holstein in Untersuchungshaft. Der ältere der beiden Männer war laut der Ermittler im Oktober nach Karlsruhe gereist, wo er den 9-Jährigen sexuell missbrauchen wollte. Er soll laut LKA auch Tötungsfantasien geäußert haben. Bei seiner Festnahme durch Spezialkräfte habe er Fesselutensilien dabei gehabt.

Filmmaterial, das den sexuellen Missbrauch eines Mädchens zeigte, brachte die LKA-Fahnder dann auf die Spur des 32-Jährigen. Er ist der Vater des Mädchens und befindet sich seit November 2017 in U-Haft. Insgesamt laufen also Ermittlungen gegen acht Tatverdächtige.

Beamte aus Spanien, Italien und Frankreich unterstützten die Ermittlungen gegen den Kinderschänderring.

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