• 09.08.2017
  • 08:11 Uhr

Kindsmörder will auf Bewährung rauskommen

Rund 15 Jahre nach dem Mord an Jakob von Metzler sorgt der Täter wieder für Gesprächsstoff.

Gäfgen hatte den damals elfjährigen Jakob von Metzler einen qualvollen Erstickungstod sterben lassen. Vor Gericht zeigte Gäfgen nur wenig Reue.

Der Fall des Kindsmörders Magnus Gäfgen schockierte einst ganz Deutschland – jetzt will der zu einer lebenslangen Haft verurteilte Täter vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Ein Antrag auf Aussetzung der Strafe zur Bewährung liegt zurzeit bei der Strafvollstreckungskammer des Landgerichts in Kassel.

Aktuell werde die Mindestverbüßungsdauer für den inzwischen 42-Jährigen, der inzwischen seinen Geburtsnamen geändert hat, geklärt. Mit einer Entscheidung sei noch in diesem Jahr zu rechnen, so ein Gerichtssprecher.

Gäfgen verbüßt seine Strafe in Nordhessen. Das Landgericht Frankfurt/Main hatte den damaligen Jurastudenten im Juli 2003 zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt.

Er hatte den elfjährigen Bankierssohn im September 2002 entführt und ermordet. Der tragische Fall schlug auch im Ausland hohe Wellen, weil die Polizei im Verhör Folter androhte, um das Leben des entführten Kindes zu retten.

Nach seiner Verurteilung beschäftigte der Mörder zahlreiche Gerichte mit verschiedenen Klagen und Beschwerden.

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