• 03.10.2017
  • 12:52 Uhr

Ehepaar erstickt in Brunnen

Als ihr Mann ohnmächtig wurde, eilte ihm seine Frau zu Hilfe.

Im Landkreis Passau in Bayern wurde ein Brunnen für ein Ehepaar zur tödlichen Falle. Der 47-Jährige kletterte in seinem acht Meter tiefen Hofbrunnen nach unten und verlor dann plötzlich das Bewusstsein. Die Polizei vermutet, dass der Grund dafür Sauerstoffmangel gewesen sein könnte. Demnach erlitt der Mann einen Schwächeanfall und wurde dann ohnmächtig.

Offenbar wollte der Mann das Pumpwerk in dem Brunnenschacht wieder zum Laufen bringen. Zusammen mit einer Zeitschaltuhr versorgt diese die Pferde auf landwirtschaftlichen Anwesen mit Wasser.

Seine 34-jährige Frau wollte ihm dann helfen und kletterte ebenfalls in den Schacht. Auch sie verlor das Bewusstsein. Ein Anwohner fand das Paar dann leblos auf dem Grund des Brunnens.

Er alarmierte sofort die Feuerwehr, die die Eheleute aber nur noch tot bergen konnte. Die Polizei gehe von einem tragischen Unfall aus – und warnt in diesem Zusammenhang dringend davor, Brunnen, Silos oder sonstige Schächte und Gruben ohne vorherige Messungen des Sauerstoffgehalts zu betreten. Es könnte zu Bildung gefährlicher, giftiger Gase kommen. Diese sind schwerer als Luft und dadurch nimmt die Sauerstoffkonzentration rapide ab, so dass der Körper kaum noch Sauerstoff aufnehmen kann.

 

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