• 14.08.2017
  • 08:59 Uhr

„Kriminelle müssen eins auf die Mappe kriegen“

In einem RTL-Polittalk zeigte Martin Schulz klare Kante gegen kriminelle Zuwanderer.

Martin Schulz stand bei dem RTL-Talk "An einem Tisch mit" den Fragen von Bürgern Rede und Antwort.

Die heiße Phase des Wahlkampfes ist eröffnet: Mit gleich zwei TV-Auftritten an einem Abend eröffnete SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die Jagd auf Angela Merkel (CDU).

Bei RTL setzte Schulz etwas überraschend auf das Thema Innere Sicherheit, das aber seit jeher bei der Unionsfraktion im Vordergrund steht. So versprach Schulz auf die Fragen von Verbrechensopfern mehr Geld in die Polizei und deren Ausstattung stecken zu wollen. Als Sohn eines Streifenpolizisten wisse er schließlich, wo die Beamten der Schuh drückt. „Es darf nicht sein, dass die Kriminellen Ferrari fahren und die Polizei fährt auf dem Fahrrad hinterher.“ 

„Ich hab‘ nix gegen ’ne große Koalition“

Als eine Frau aus Frankfurt/Main erzählt, dass sie sich in ihrem Viertel nicht mehr sicher fühle, weil sich verfeindete Banden unter den Augen der Polizei Schießereien liefern, wird der SPD-Kanzlerkandidat direkt: Zwar könne er nicht versprechen, dass sich die Lage schon am Tag nach der Wahl geändert habe. Aber: „Ich bin der Meinung, die müssen richtig mal eins auf die Mappe kriegen. Damit sie spüren, wer im Land das Sagen hat.“

Trotz der aktuell miesen Umfragewerte gab sich Schulz kämpferisch: Klar werde er Kanzler. „Ich hab‘ nix gegen ’ne große Koalition unter meiner Führung. Wenn dann die CDU als Juniorpartner eintreten will, soll’n sie sich das überlegen.“

Im ZDF hatte Schulz zuvor noch einen tieferen Blick in seine Wahlkämpfer-Seele erlaubt. Auf die Frage, wie er denn mit den miesen Umfragewerten aufstehe, sagte er tapfer, das sei ja nicht sein erster Wahlkampf. Er sei sich „immer darüber im Klaren gewesen: Wer in die Politik geht, der muss auch mit den Härten des politischen Alltags leben. Das ist natürlich nicht schön.“

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