• 16.07.2017
  • 18:04 Uhr

Abfangjäger holen Passagierflugzeug runter

Die Maschine der Korean Air hatte keinen Funkkontakt.

Eine Passagiermaschine landete am Samstagabend auf dem Flughafen Stuttgart – allerdings nicht allein. Begleitet wurde sie nämlich von zwei Abfang-Jets. Grund für den Einsatz war wohl, dass das Flugzeug zeitweise keinen Funkkontakt zu der Flugsicherung am Boden hatte. Die Maschine landete gemeinsam mit den Jets sicher auf dem Boden. Es bestehe kein Grund zur Sorge, sagte ein Sprecher der Polizei in Reutlingen. Die Boeing 777 der Korean Air war mit 211 Menschen an Bord auf dem Weg von Seoul nach Zürich, als der Funkkontakt abbrach. Daraufhin stiegen die Eurofighter auf. Die Polizei teilte mit, dass die Funkgeräte der Maschine defekt waren.

Nicht nur die Passagiere im Flieger erschraken sich vermutlich, als plötzlich zwei Jets der Luftwaffe links und rechts neben den Bordfenstern auftauchten – auch die Bewohner mit festem Erdboden unter den Füßen bekamen einen gehörigen Schrecken. Im Großraum Stuttgart durchbrach einer der Abfangjäger zweimal die Schallmauer, was einen unfassbar lauten Knall zur Folge hatte.

Der häufigste Grund dafür, dass die Luftwaffe angefragt wird, ist, dass kein Funkkontakt hergestellt werden kann. Die sogenannten Abfangjäger rücken etwa ein-bis zweimal im Jahr für Einsätze aus. Dass sie eine Maschine zum Landen zwingen, wie in diesem Fall, sei aber „eine Besonderheit“ so ein Sprecher der Luftwaffe.

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