• 05.01.2018
  • 07:15 Uhr

Auch Apple steckt im Chip-Schlamassel

Der Tech-Konzern kündigt Updates für die nächsten Tage an.

Smartphones, Tablets, Mac-Computer - alles gefährdet. Nur die Apple Watch gilt als sicher.

Apples Informationspolitik ist schon seit langem von einer zeitlupenhaften Langsamkeit geprägt, so dass auch dieses Eingeständnis vorhersehbar war: Ja, von den Sicherheitslücken auf IT-Chips sind auch alle iPhones, iPads und Mac-Computer betroffen.

Die Ängste der Kunden versucht das Unternehmen aber einzudämmen, indem es verkündet, dass die Bedrohung von Geräten mit Intel-Prozessoren bereits mit älteren Updates der Betriebssysteme abgestellt sei. Das Angriffsszenario „Meltdown“ ist bei Apple-Technik, auf der iOS 11.2, MacOS 10.13.2 bzw. tvOS 11.2 läuft, angeblich kein Thema mehr.

Nur leider gibt es da noch ein zweites Modell für Hacker-Attacken, nämlich „Spectre“. Das richtet sich insbesondere gegen die Chips von AMD und ARM, um dort kritische Daten wie Passwörter und Logins abzufischen. Hier muss Apple noch nacharbeiten, will sich aber beeilen. Da der Internet-Browser Safari als ein Einfallstor für Hacker gilt, soll in ein paar Tagen speziell für ihn ein Update zur Verfügung stehen.

Ach ja, Besitzer der Apple Watch sind fein raus, deren Prozessoren sind gar nicht von der Krise betroffen.

Dennoch. Für alle, auch die Apple-Verächter unter euch, gilt der Hinweis des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): die Betriebssysteme aller Computer und Smartphones zügig updaten!

  • 04.01.2018
  • 19:35 Uhr

Der Chip-GAU: Fast alle Smartphones und PCs sind betroffen

Was ihr jetzt wissen müsst.

Keine Panik, aber bitte schnellstmöglich das Betriebsstystem updaten.

Was ist denn jetzt schon wieder los???

Eine Sicherheitslücke in Computerchips gefährdet so ziemlich jeden Computer, der im Einsatz ist. Mehr noch: auch Smartphones sind bedroht. Sicherheitsexperten haben die Lücke zunächst nur bei Chips des Prozessor-Riesen Intel entdeckt. Doch dann kam heraus: auch andere Prozessoren, etwa von AMD, sind betroffen.

Und was ist faul an den Chips?

Ganz einfach. Seit Jahrzehnten trimmen die Hersteller Prozessoren auf immer höhere Geschwindigkeit. Ein Trick dabei: Später benötigte Daten werden in Rechenprozessen schon vorher abgerufen, damit es dann, wenn es so ernst wird, keine Verzögerungen gibt. Super Idee, könnte man meinen, nun zeigt sich aber, dass diese Methode total unsicher ist. Denn damit lassen sich Daten abschöpfen. Darunter fallen auch sensible Dateien wie Email-Adressen und vor allem Passwörter.

Furchtbar! Was kann ich tun?

Angeblich suchen die Chip-Produzenten fieberhaft nach einer Lösung. Das tun aber auch die Anbieter von Betriebssystemen, also Microsoft, Apple und Google. Auf die muss man bauen. Die Nutzer von Computern und Smartphones sollen sich beim jeweiligen Hersteller und Betriebssystem-Anbieter informieren und Updates so schnell wie möglich installieren.

Wer, wie, wann …

Besitzer von Android-Telefonen mit der letzten Android-Version 8.1 sind fein raus. Sie brauchen sich laut Google keine Sorgen machen. Dagegen müssen Nutzer von Chromebook-Laptops mit älteren Betriebssystemversionen noch auf ein Update warten. Für den Browser Chrome ist laut Google eine Aktualisierung am 23. Januar vorgesehen.

Windows-10-Nutzer bekommen das Update automatisch, Rechner mit Winodws 7 und Windows 8.1 erhalten es ab Dienstag, den 16. Januar, zum regulären „Patchday“. Über den Microsoft-Update-Katalog kann man es auch manuell herunterladen.

Apple hat bislang noch keine Stellungnahme abgegeben. Inwiefern auch iPhones, iPads und Macbooks gefährdet sind, ist also unklar. Gewöhnlich liefert Apple regelmäßig Updates. Also aufpassen und schnell die neue Systemversion installieren!

Abwarten und Tee trinken ist riskant

Denn die Sicherheitsexperten haben schon Agriffsversionen gegen Chips nachgewiesen. Wohlgemerkt kommen die aus Wissenschaftskreisen! „Meltdown“ richtet sich erfolgreich gegen Intel-Prozessoren. „Spectre“ ist noch tückischer und lässt andere Programme ausspähen. „Spectre“ funktionierte bei Chips von Intel und AMD.

Und, ist schon was passiert?

Keine Ahnung, sagen die Forscher. Es ist nicht auszuschließen, denn ein Angriff würde kaum Spuren hinterlassen. Intel geht davon aus, dass es bisher keine Attacken gegeben hat.

Läuft mein Rechner bald noch langsamer?

Ja, leider. Die Frage ist nur, wie viel langsamer. In ersten Medienberichten war von bis zu 30 Prozent Geschwindigkeitsverlust die Rede. Für manche betagten Geräte wäre das ein Horrorszenario. Allerdings erklärte Intel, dass der Leistungsabfall in den meisten Fällen zwei Prozent nicht überschreiten dürfte. Hoffen wir also das Beste!

  • 04.01.2018
  • 08:23 Uhr

Ist euer Computer betroffen?

Massive Sicherheitslücken in fast allen Prozessoren machen's Hackern leicht.

Millionen Prozessoren weltweit sollen den Fehler enthalten.

Auf fast allen Computern weltweit ist jetzt eine neue Sicherheitslücke entdeckt worden. Angreifer können durch eine Schwachstelle an Computer-Prozessoren an vertrauliche Daten kommen.  Grund für das Sicherheitsproblem: moderne Prozessoren verarbeiten Daten, indem sie benötigte Berechnungen spekulativ im Voraus ausführen. So können Unberechtigte zum Beispiel an Passwörter oder Informationen aus  Programmen gelangen.

Vor allem Intel-Mikroprozessoren weisen Fehler auf, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. Der Branchenriese gab bereits eine offizielle Erklärung ab, in der angekündigt wurde an einer Lösung zu arbeiten. Intel empfiehlt außerdem, Software-Aktualisierungen zu installieren, sobald diese von den Betriebssystem-Herstellern zur Verfügung gestellt werden.

 

 

Diese Prozessoren sollen betroffen sein:

  • Intelx86-Prozessoren (die in den vergangenen zehn Jahren hergestellt wurden)
  • ARM-Prozessoren (noch keine genauen Modelle bekannt)
  • AMD-Prozessoren (noch keine genauen Modelle bekannt)

Der kleinere Intel-Konkurrent AMD, der laut Berichten ebenfalls von der Lücke betroffen sein soll, bestreitet dies bislang. Chipdesigner ARM, dessen Prozessoren vor allem in Smartphones verarbeitet sind, bestätigte die Anfälligkeit einiger Produkte.

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